Königsberg Reise in die Provinz
Buchungsnr. - OR/RU-1205
Rauschen - Gilge/Kurisches Haff - Pobethen - Pillau/Frisches Haff - Königsberg - Insterburg - Gumbinnen - Parnehnen - Tapiau - Friedland - Gerdauen - Breitenstein - Ragnit - Tilsit - Trakehnen - Rominter Heide - Tollmingen
Entdeckungen und Begegnungen abseits touristischer Hauptrouten.
Kleine Städte, vergessene Dörfer, alte Gutshöfe, verfallene und erneuerte Kirchen, lauschige Alleen und Spurensuche in der historischen Landschaft der „dunklen Wälder" sind Ziele dieser außergewöhnlichen Studienreise ins das alte Nord-Ostpreußen. Das heute zu Russland zählende Königsberger Gebiet, einst Ordensland und deutsche Kornkammer, besticht durch eindrucksvolle, oft als mythisch bezeichnete Landschaften. Die Leiter der Reise, Prof. Dr. Heinz Schürmann und Joachim Rebuschat, sind beide mit dem Gebiet durch viele Studienreisen und eigene Forschungen bestens vertraut.
Reiseverlauf:
1. Tag
Abfahrt in Bielefeld. Gegen Abend erreichen wir die Messestadt Posen an der Warthe mit der schön wieder aufgebauten Altstadt. Bei Bedarf noch abendlicher Bummel über den malerischen historischen Ring, ein klassisches Beispiel des ostdeutschen Kolonialgrundrisses. Übernachtung in Posen.
2. Tag
Über die poln.-russ. Grenze fahren wir nordwärts zum samländischen Ostseebad Rauschen, früher beliebter Treffpunkt von Künstlern (u.a. Hermann Brachert) und Dichtern. Kleine abendliche Kennenlernrunde, evt. noch Abendspaziergang an der Ostsee. Übernachtung in Rauschen.
3. Tag Rauschen
Fahrt Richtung Seebad Cranz am Beginn der Kurischen Nehrung. Geplant ist von hier eine eigens für uns organisierte Schiffs- bzw. Bootstour über das Haff nach Gilge, einem kleinen, malerisch am gleichnamigen Deltaarm der Memel gelegenen Fischer- und ehem. Künstlerort, wo auch Max Pechstein weilte. Dann weiter auf dem Großen Friedrichsgraben nach Labiau an der Deime. Zurück über das samländische Kirchdorf Pobethen (bedeutende Kirchenruine) nach Rauschen, dort Übernachtung.
4. Tag Rauschen
Über Fischhausen zur Hafen- und Festungsstadt Pillau am Südende der Bernsteinküste. Weiter nach Königsberg am Pregel, das seit der 750-Jahr-Feier Zeichen des Aufbaus zeigt. Dann über das ehemalige Dönhoff-Schloß Friedrichstein (vorgesehen) nach Insterburg, dort Übernachtung (Hotel in Altstadtlage).
5. Tag Insterburg
Von Insterburg, wo Ännchen von Tharau starb, fahren wir zur Bielefelder Patenstadt Gumbinnen („Potsdam des Ostens"), dessen legendäres Elchstandbild - wie in Tilsit - wieder zurückgekehrt ist. Besuch der dortigen Diakonie der Salzburger, im 18. Jh. als Glaubensflüchtlinge angesiedelt, und der z.T. restaurierten Innenstadt. Geplant ist ein Chorkonzert in der Gumbinner Schinkel-Kirche. Übernachtung in Insterburg.
6. Tag Insterburg
Über Norkitten (Reste der Kirche vom Alten Dessauer), Taplacken (alte Pregelschleuse) geht es zum Gut Parnehnen, weiter über Wehlau (früher Pferdemarkt), Tapiau (Heimat von Lovis Corinth) und Friedland (spätgot. St.-Georgs-Kirche) zum relativ erhaltenen Gerdauen, zurück nach Insterburg.
7. Tag Insterburg
Heute fahren wir über Breitenstein (Kraupischken) und Ragnit (große Ordensburg) zur Stadt Tilsit an der Memel, Geburtsort Brobowskis und von Schenkendorfs. Über Kreuzingen in der südlichen Elchniederung geht es zurück nach Insterburg.
8. Tag Insterburg
Unser Weg führt zunächst zum ehedem weltberühmten Gestüt Trakehnen, von dort in die Rominter Heide (Teil der sog. Großen Wildnis) über Birkenmühe (Mehlkehmen) und Schloßbach (Pillupönen) zum rustikalen Picknick am See. Danach besuchen wir Tollmingen (Tollmingkehmen), wo der in Litauen verehrte Dichterpfarrer Christian Donalitius wirkte, und evt. Hardteck (Großrominten).
9. Tag Insterburg
Vorbei an Königsberg geht unsere Route über Brandenburg am Frischen Haff und den Grenzübergang Heiligenbeil über Elbing (kleiner Rundgang) und Marienburg (Fotostop) in das hübsch gelegene pommersche Hafenstädtchen Stolpmünde, unserem Übernachtungsort. Abendlicher Gang zur Mole an die Ostsee.
Änderungen/Umstellungen vorbehalten. Wir weisen darauf hin, dass im heutigen Kaliningrader Gebiet, zumal in grenznahen Bereichen, wegen sich oft ändernder Genehmigungsvorschriften kurzfristig Änderungen im Routen- oder Programmverlauf nicht auszuschließen sind (normalerweise aber nicht zu erwarten). Innenbesichtigungen vorbehaltlich Öffnungszeiten.
Den genauen Streckenverlauf entnehmen Sie bitte der Reisebeschreibung. Abweichungen können möglich sein.
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