Krakau und Dunajec-Radweg
Buchungsnr. - DNV/ PZIK
8- tägige Fahrradreise durch Polen
Polens schönster Gebirgsfluss Dunajec (altpolnisch: Sohn der Donau) fließt von der Hohen Tatra zuerst durch einen breiten Talkessel, umringt von malerischen Gebirgsketten. Dann bricht der Strom durch die Kalksteinfelsen der Pieninen und Grünen Beskiden. In diesem Tal befinden Sie sich auf Wegen, die der Schönheit des bekannten Donauradwegs in Nichts nachstehen.
Ein einzigartiges Erlebnis ist die Begegnung mit der authentischen Folklore und Tradition der hier lebenden Goralen und Zipser. Meistens fahren Sie auf flacher oder leicht abfallender Strecke. Ausgangspunkt des Dunajec-Radweges ist das Dorf Zab (1.022 m ü. M.), Ziel ist die Stadt Neusandez (350 m ü. M.) Insgesamt rollen Sie während dieser Reise fast 800 Höhenmeter hinunter.
Reiseverlauf:
1. Tag Anreise
Individuelle Anreise.
(a) ...per PKW (Stellplatz ca. 40 Euro je Woche)
(b) ...per Flug nach Krakau
(c) ...per » Bahn nach Krakau
Bei allen Anreisearten erfolgt die Unterbringung in einem zentral gelegenen Hotel. Am Abend haben Sie die Möglichkeit, die Krakauer Altstadt und ihr Nachtleben individuell zu erkunden.
2. Tag Krakau – Zakopane (ca. 25-30 km)
Im Fahrradverleih suchen Sie sich ein geeignetes Rad aus, anschließend kurze Rundfahrt zu den bekanntesten Denkmälern Krakaus: Floriantor, Marktplatz mit Tuchhallen und Marienkirche, Universität. Den Burgberg Wawel mit Schloss und Kathedrale sehen Sie aus unterschiedlichen Perspektiven von der Weichselpromenade. Gegen Mittag Bustransfer nach Zab, höchstgelegenes Dorf Polens (ca. 2,5 h). Von der Gubalowka-Höhe bietet sich ein atemberaubendes Panorama auf die Hohe Tatra. Über Olcza radeln Sie auf stillen Feldwegen zum Etappenziel Zakopane, der polnischen Winterhauptstadt. Bekannt ist Zakopane wegen des markanten Baustils und als Zentrum der Goralen, einem Hirtenstamm. Eine Spezialität ist Oscypek, geräucherter Schafskäse, den Sie unbedingt kosten sollten.
3. Tag Zakopane – Lopuszna (ca. 60 km)
Mit einer Bergbahn gelangen Sie auf die Sonnenbergalm. Eine berauschende Abfahrt führt in das sehenswerte Freilichtmuseum Chocholow. Hier sehen Sie zahlreiche Häuser in der Goralen-Holzarchitektur. Hinter einer kleinen Anhöhe erreichen Sie das Tal von Cichy Potok [Stiller Bach] und Nowy Targ [Neumarkt], einer alten Handelsstadt. Interessant ist die Friedhofskriche St. Anna, vermutlich im 16. Jh. im typischen Holzstil erbaut. Teilweise am Fluss Dunajec entlang radeln Sie in das historische Dorf Lopuszna. Idyllische Übernachtung in der Nähe der größten Zuchtstation für Huchen (bekannt auch als Donaulachs oder Rotfisch) Europas.
4. Tag Lopuszna – Niedzica (ca. 30 km)
Sie folgen dem Flusslauf des Bialka und fahren an einem alten Adelshof vorbei in Richtung Süden. Bei Nowa Biala gibt es den beeindruckenden Durchbruch des Bialka zu bewundern. In Debno befindet sich die älteste Holzkirche Polens. Sie wurde 1500 gebaut und gehört zum UNESCO-Welterbe. Die Radtour führt nun in das Gebiet der Zipser Sachsen, die über Jahrhunderte hinweg ebenfalls ihre Tradition erhalten konnten. Dies erkennt man heute im eigenständigen Volkstum, in den Ortsbezeichnungen und im Baustil deutlich. Jahrhundertelang lebten hier Goralen sowie Ruthenen in den Dörfern, Deutsche in den Städten und der ungarische Adel in den Schlössern. Sie fahren am Stausee entlang bis zu einem dieser Schlösser in Niedzica und übernachten im nahe gelegenen Hotel.
5. Tag Niedzica – Szczawnica (ca. 35 km)
Wir empfehlen Ihnen einen Besuch des Schlosses. Der aus der Spätrenaissance stammende untere Teil (Arkadenhof) ist in gutem Zustand, der obere gotische Teil ist teilweise verfallen. Heute erleben Sie den Höhepunkt dieser Reise! Direkt am Dunajec entlang, der hier eine Staatsgrenze bildet, fahren Sie nach Sromowce, wo Sie auf der neuen Brücke ins slowakischen Cerveny Klastor/Rotes Kloster gelangen. Über dem hiesigen, einst von Karthäusern bewohnten Kloster erhebt sich das eindrucksvolle Gebirgsmassiv Drei Kronen. Auf dem Pieniner Weg, ein in den Fels gehauener Steig, gelangen Sie nun direkt zum Durchbruch des Dunajec, der sich hier 300 m tief in den Fluss geschnitten hat. Die üppige Vegetation am Weg lässt schnell den Alltag vergessen. Bei Lesnica überqueren Sie nochmals die Grenze und gelangen auf einer eleganten Rad-Promenade zu dem alten Kurort Szczawnica. Besonders sehenswert ist die Alte Trinkhalle.
6. Tag Szczawnica – Rytro (ca. 60 km)
Die heutige Etappe führt durch den sogenannten Grünen Durchbruch des Dunajec (mit Buchen bewachsene Hänge), der zwei Beskiden-Gebirgsketten teilt. In Golkowice verlassen Sie den Dunajec und radeln durch das Tal der Poprad zum alten Ritterdorf Rytro. Beachtenswert ist die Ruine des Schlösschens aus dem 12. Jh. Am Abend können Sie bei einem romantischen Lagerfeuer frisch gebratene Forellen genießen.
7. Tag Rytro – Krakau (ca. 15km)
Das Poprad-Tal zählt zu den schönsten Landschaften Polens. Die reißende Poprad ist umgeben vom nicht zu hoch bewaldeten Gebirge. Sie radeln weiter durch das Poprad-Tal und gelangen nach Stary Sacz [Alt-Sandez], eine der schönsten Kleinstädte Südpolens mit über 300 historischen Bauwerken. Die sehenswertesten Häuser befinden sich um den Markt. Per Bus geht es in das 7 km entfernte Nowy Sacz [Neu-Sandez], in dem noch immer der Hauch der Habsburger weht. Damals entstanden das neugotische Rathaus und viele Jugendstilgebäude. Mit dem Bus geht es weiter nach Krakau (ca. 2,5 h). Dort haben Sie Zeit, die alte Hauptstadt Polens zu erkunden. Abschiedsabend mit Klezmer-Musik.
Den genauen Streckenverlauf entnehmen Sie bitte der Reisebeschreibung. Abweichungen können möglich sein.
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